Ich bin ein echter adliger Ungar, ein
Magyar Vizsla und habe Pfeffer im Hintern. Das hat mir allerdings nicht viel
geholfen und so bin ich im Tierheim gelandet.
Nun aber der
Reihe nach. Mein richtiger Name lautet Dolinai-Vadasz Balga. Ich bin am
12. September 2002 in Majs/Ungarn geboren. Ein Mann hat mich zusammen mit
meinen Wurfgeschwistern im zarten Alter von knapp 7 Wochen nach Deutschland
gebracht. Dort saßen wir in einem fensterlosen, dunklen und kalten Schuppen
auf einem Haufen Stroh und hatten furchtbare Angst. Ab und an kamen Menschen
und nahmen einen meiner Geschwister mit, nur ich blieb übrig. Irgendwann
kamen dann doch Menschen, die mich mitnahmen. Nach nur wenigen Tagen,
merkten diese, dass sie mit mir völlig überfordert waren und brachten mich
ins Tierheim. Von dort ging es auf eine Pflegestelle und mit mir bergauf.
Dann kam der Tag, an dem ich bei meinem jetzigen Frauchen vor der Tür saß. Diese war hin und weg. Habe mich auch ordentlich in Position gesetzt und
gemacht, als ob ich kein Wässerchen trüben kann.
Zu meinem Temperament kam jede Menge Unsicherheit in vielen Situationen. Ich
bin entweder völlig zusammengebrochen und war nur noch ein sabberndes,
zitterndes Häufchen Elend, oder ich habe mir bestimmte Personen mit Knurren
und Schnappen vom Hals gehalten. In bekanntem Terrain bin ich allerdings
schon gerne mal der Größte und habe absolute Höhenflüge.
Ich bin übrigens eine echte Wasserratte und schwimme für mein Leben gern.
Meine zwei Hundekollegen schauen dann immer recht angewidert, wenn ich
pudelnass, aber glücklich aus den Fluten steige und mich schüttle.
Meine Sportlaufbahn beschränkt sich wettkampfmäßig auf Geländeläufe. Trotz
Begleithundeprüfung habe ich so meine Probleme mit Wettkampfbedingungen. Nun
kommen bereits gesundheitliche Probleme dazu, so dass Frauchen erst einmal schauen muss, wie es im Sommer weiter geht. Agility und Dogdancing machen wir nur zum Spaß.
Nun steht es fest, meine Lunge ist von den Hakenwürmern, die ich schon aus
meiner Kinderstube mitgebracht hatte und durch die ich schrecklich krank
war, zerfressen. Das bereitet mir bei Temperaturen ab 23 Grad unheimliche
Schwierigkeiten. Normalerweise drehen wir Viszlas da erst so richtig auf. Na
ja, die Geländeläufe sind wettkampftechnisch meist im Frühjahr und Herbst,
dann sehr zeitig am Morgen, so das es noch nicht zu warm ist.