Ich bin am 18. August 1993 im Harz geboren. Meine Familie hat mich damals
bei Sturm und Regen, mit knapp 7 Wochen, von meiner "Züchterin" geholt. Ich saß
als letzte im großen Auslauf, meine Wurfgeschwister waren alle schon weg.
Das neue Zuhause war ganz o. k., aber ich habe es meiner Familie,
insbesondere Frauchen, nicht immer leicht gemacht. Da war zunächst die
Stubenreinheit - nach einem halben Jahr war Frauchen mit den Nerven völlig
am Ende, sie hat ja eigentlich alles richtig gemacht, nur konnte sie nicht
wissen, dass ich krank war. Mit dem richtigen Tierarzt haben wir das aber
hinbekommen.
Dann bin ich furchtbar verfressen. Oh, was haben Frauchen und ich um
weggeworfenen Schulbrote gekämpft. Fast wäre ich mal an einem
Salamizipfel erstickt. Na ja, und dann bin ich recht eigensinnig und
stur, habe immer versucht, meinen Kopf durchzusetzen. Mein Tipp an alle
Vierbeiner - man kommt leicht aus Halsband und Brustgeschirr, wenn man
den Hals oder die Brust beim Anlegen mit Luft voll pumpt, sie
anschließend wieder raus lässt und sich dann fest genug mit allen vier
Pfoten nach vorn stemmt.
Zum Schluss sei noch mein jugendlicher Jagdtrieb erwähnt, Frauchen hat nie
die Stunden gezählt, die sie suchend oder wartend inmitten der Natur
zugebracht hat. Ich weiß, ich habe ihr da schon manchmal Angst eingejagt. Bin ja fast immer wieder gekommen!
Nur einmal habe ich mich verlaufen, war
tatsächlich inmitten von Neubaublocks. Frauchen hat mich dann aus dem
Tierheim abgeholt.
Inzwischen bin ich nicht mehr die Jüngste, aber trotz meiner kranken
Wirbelsäule und eines operierten Bänderrisses, noch fast so fit wie ein
Turnschuh.
Vor Weihnachten 2006 musste mir ein Backenzahn gezogen werden, konnte noch
nicht mal mehr mein geliebtes Leberwurstschnittchen fressen. Habe alles gut
überstanden und es geht mir so gut wie nie.
Nur mein Gedächtnis lässt mächtig nach, nehme so manche Welpengewohnheit
wieder an und bin ein richtiger Ausreißerkönig geworden. Das hatte Frauchen
im letztem Jahr etliche Nerven gekostet, jetzt hat sie alles absolut
ausbruchsicher gemacht, sogar den Maschendrahtzaun, den ich immer mit der
Nase hochgehoben habe.
28. Februar 2007: Die fortgeschrittene Spondylose, die sie schon viele
Jahre hatte, schlägt zu und ihr geht es sehr schlecht. Trotz Tropf und
Spritzen ist sie abends fast vollständig gelähmt.
Am 1. März 2007 ist Harlett über die Regenbogenbrücke gegangen.